Seminar: Werkzeugauslegung

Analytische Werkzeugauslegung

Produktionseffizienz. Die Wirtschaftlichkeit der Fertigung hängt entscheidend vom Spritzgießwerkzeug ab. Nur eine optimale Werkzeugauslegung ergibt niedrige Stückkosten und eine nachhaltige Produktion.

Im Seminar wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der die Teilequalität, die Zykluszeit, der Ressourceneinsatz und nachfolgende Arbeitsprozesse berücksichtigt. Alle Entscheidungen haben Langzeitwirkung: Sie gelten für den gesamten Werkzeuglebenslauf. Eine qualifizierte Auslegung ist insbesondere durch Anwendung analytischer Verfahren in Kombination mit Praxiswissen und 3D-Simulation gegeben.

In das Seminar sind die Ergebnisse aus unseren F+E-Tätigkeiten eingearbeitet, z.B. das Praxisbeispiel "Innovative 3D-Wechseltemperierung", Formteil MiniAuto. Umgesetzt wurde eine konturnahe Temperierung mit Rückraumreduzierung und spezieller Temperiertechnik.

Beim Thema Instandhaltung und konstante Fertigung wird ein kurzer Überblick gegeben. Im Seminar "Kühlkreislauf: Angriff und Schutz" ist die Kühlwasserqualität der Schwerpunkt.

Zielgruppe

Konstrukteure, Werkzeugbauer, Spritzgießer, Einkäufer, Entwickler, QS

Inhalte

  • Werkzeugauslegung und wirtschaftliche Spritzgießfertigung
  • Analytische Verfahren, Praxiswissen plus 3D-Simulation
  • Innovative Werkzeugtemperierung mit Auslegungsdetails und Sensorik
  • Instandhaltung, Überblick zur Sicherung der Serienfertigung

Themen

  • Ganzheitliche Werkzeugauslegung: Zykluszeit, Teilequalität, Instandhaltungsaufwand, Ressourcenverbrauch
  • Kenngrößen Bilanzraumverfahren: Kühlzeit, Wärmeströme, Temperiermittel, Kanalsystem, Druckverluste
  • Kennwerte in Theorie, Praxis und Simulation: Thermoplaste, Werkzeugwerkstoffe, Verarbeitung
  • Sensorik in Simulation und Praxis: Werkzeugwandtemperatur, Innendruck, Schmelzetemperatur
  • Temperierung: Neue Techniken, Auslegung
  • Instandhaltung: Begriffsdefinition, Kostenblöcke, Reduzierungsvorschläge
  • Praxisbeispiel "Innovative 3D-Wechseltemperierung", Formteil MiniAuto: Zielstellungen, notwendige Techniken, Umsetzung, Ergebnisse

Nächster Termin: 27. Juni 2018
Veranstaltungsort: ZEISS Forum Oberkochen
Teilnehmergebühr: 400 ,- € zzgl. Mwst.

Seminar: Kühlkreislauf

Kühlkreislauf: Angriff und Schutz

Von zentraler Bedeutung für eine konstante Spritzgießfertigung ist die Aufbereitung des Kühlwassers. Als mögliche Ursachen für Betriebsprobleme sind insbesondere Steinbildung, Feststoffablagerungen, Korrosionsvorgänge und biologisches Wachstum zu nennen. Geschützt werden müssen alle Komponenten des Kühlkreislaufs. Dabei sind unterschiedliche Zuleitungswässer und Kühlkonzepte sowie vorhandene Werkzeuge, Leitungen und Speicher zu berücksichtigen. Des Weiteren gibt es immer einen Materialmix, schwankende Sauerstoffeinträge und im Werkzeugkühlkreislauf Temperaturen von 15 °C bis 180 °C.

Im Tagesseminar verbinden wir die Kompetenzen Spritzgießtechnik, mechanische Reinigung, physikalische Wasseraufbereitung sowie angepasste Filtration/Separation.

Zielgruppe

Instandhalter, Spritzgießer, Fertigungsleiter, Entwickler

Inhalte

  • Kühl-, Temperierkreislauf Spritzgiesstechnik. Unterschiedliche Zielstellungen
  • Kühlmedium Wasser. Inhaltsstoffe, Kennwerte, Betriebsprobleme, Ursachen
  • Bestehende Kreisläufe reparieren und betreiben. Reinigung, Wasserbehandlung, Filtration

Themen

  • Kühl-, Temperierkreislauf Spritzgießtechnik im Detail: Kühlturm-, Hydraulik- und Werkzeugkühlkreisläufe
  • Potenzielle Betriebsprobleme und ihre Ursachen: Wasserinhaltsstoffe, Steinbildung und Feststoffablagerungen, Korrosionsvorgänge, biologisches Wachstum
  • Richtlinien und Normen für die Bereiche Korrosion, Kesselstein/Ablagerungen, Betrieb: DIN EN 14846, VDI 2035, VDI 3803, VDI 2047-2 mit 42. BImSchV
  • Wasserkennwerte, Zusammenhänge, Umrechnungen: pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Härte, Keimzahl, Metallgehalte, weitere Inhaltsstoffe
  • Möglichkeiten der Kühlkreislaufreinigung: Chemisch, physikalisch, mechanisch
  • Verfahren der Wasseraufbereitung: Chemische und physikalische Wasserbehandlung
  • Angepasste Filtration/Separation: Feinheiten, manuelle/vollautomatische Rückspülung, Voll-/Teilstrom Betrieb, Druckverluste, Verbrauch, Aufwand
  • Korrosionsschutz Hochtemperaturkreisläufe: Temperfluid, Chemisch-Nickel-Beschichtungen
  • Vergleiche und Bewertungen, Praxisbeispiele

Nächster Termin: 28. Juni 2018
Veranstaltungsort: ZEISS Forum Oberkochen
Teilnehmergebühr: 400 ,- € zzgl. Mwst.

Seminar: Simulation

Simulation mit Kunststoffen

Wir zeigen Verbesserungspotenziale in der Spritzgießfertigung auf. Ein wichtiges Hilfsmittel zur Nutzendarstellung ist für uns Simulationssoftware. Bei der Optimierung steht das Spritzgießwerkzeug als zentrales Produktionsmittel im Fokus. Wollen Sie Verbesserungen in ihrem Standard und in ihrem Tagesgeschäft der Fertigung erreichen, geht dies nur über optimierte Werkzeuge. Die Bewertung von Auslegungsvarianten ist im Detail nur in der Simulation möglich.

Den Nutzen, den Simulationssoftware heute bietet, wird gerade von kleinen und mittleren Unternehmen nicht ausreichend genutzt. Die Unternehmen denken bei Simulation immer noch an Manpower verschlingende Softwaremodule, die nur von Anwendern mit langjähriger Erfahrung vernünftig eingesetzt werden können. In der Regel reichen jedoch 80% der Analyseergebnisse aus, um die geplante Werkzeugauslegung bewerten zu können. Wir wollen mit dem Seminar die Möglichkeiten der Simulation aufzeigen und einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik bei der Simulation von Spritzgiessartikeln geben.

Inhalte

  • Simulation als wertvolles Hilfsmittel
  • Grundlagen und Überblickswissen bei Simulation von Spitzgussartikeln
  • Berücksichtigung neuer Theorien, Verfahren, Techniken

Themen

  • Strukturanalysen (Festigkeiten und Verformungen, Eigenfrequenzen, Vibration und Geräusch, Topologie, Software)
  • Verarbeitungssimulation Spritzguss (Füllung und Nachdruck, Kühlung (Standard, Konturnah, Wechseltemperierung, Strömungsverlauf, unterschiedliche Medien), Verzug, Optik, Sonderverfahren)
  • Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
  • Aufzeigen der Möglichkeiten und Grenzen der Simulation
  • Unterschiede der verschiedenen Vernetzungsmöglichkeiten (Schale, Oberfläche, Volumen)
  • Hardware (CPU, Speicher, Grafik, Festplatten)

Nächster Termin: In Planung.
Veranstaltungsort: ZEISS Forum Oberkochen
Teilnehmergebühr: 400 ,- € zzgl. Mwst.

Seminar: Wandtemperatur

Werkzeugtemperatur im Spritzprozess

In der Spritzgießtechnik sehen wir bei der thermischen Werkzeugauslegung noch einiges an Potenzial. Die Werkzeugwandtemperatur über den Zyklus spielt dabei eine wesentliche Rolle. Als aktiver Prozessparameter und zur Fertigungsüberwachung wird sie bisher aber wenig genutzt. Interessant wäre die maximale Temperatur in der Einspritzphase (Schmelze trifft auf Wandung), die minimale Temperatur nach Entformung (inkl. Standzeit) und die Abkühlkurve gesamt.Mit einem oder mehreren Temperaturfühlern könnten Erfahrungen gewonnen und die Fertigung überwacht werden.

Wichtige Kenntnisse wären z.B.:

  • Wie groß ist die Abweichung von Vorlauf- und Werkzeugwandtemperatur.
  • Wandtemperaturen über der Zeit, Beurteilung wichtiger Prozesse.
  • Was leistet eine Wechseltemperierung, wo sind die Grenzen des Werkzeugs.
  • Wie groß ist der Schmelzeeintrag.

Es sollten möglichst alle Werkzeuge mit einem oder mehreren Temperaturfühlern ausgestattet werden.

Inhalte

  • Bedeutung der Werkzeugtemperatur für Teilequalität und Prozess.
  • Werkzeugtemperatur messen und aufnehmen.
  • Ergebnisinterpretation und Möglichkeiten der Fertigungsüberwachung.

Nächster Termin: In Planung.
Veranstaltungsort: ZEISS Forum Oberkochen
Teilnehmergebühr: 400 ,- € zzgl. Mwst.